
Kennt ihr das auch? Ihr schaut euch in eurem Zimmer um und habt das Gefühl, dass ihr irgendwie zu viel von allem habt? So geht es mir gerade auch und plötzlich wurde ich morgens wach und habe sofort unbändige Lust, alles umzukrempeln. An solchen Tagen bleibt gefühlt kein Stein auf dem anderen. Da werden Schubladen aufgerissen, Dinge hervorgeholt, die schon lange keine Beachtung bekamen und erst einmal Chaos verbreitet, bis sich endlich eine neue Ordnung abzeichnet. Das ist eine Bestandsaufnahme, innerlich wie auch äußerlich.
Innerlich muss ich dann tief nach innen, sich richtig mit mit auseinandersetzen. Die Frage: Brauche ich das wirklich noch? soll schließlich gewissenhaft – was ich als geborene Jungfrau wahrlich bin – beantwortet werden. Es ist wichtig, sich diese Frage regelmäßig zu stellen. Und das in allen Bereichen unseres Lebens und Alltags.
Es gibt Menschen, die sich schwer von ihren Sachen trennen können und die Tendenz haben, alles anzusammeln was für sie von Wert ist (das kann manchmal ganz schön viel sein). Wenn man sich diese Menschen anschaut – und ich möchte jetzt nicht ins bewerten gehen – dann haben sie meistens Probleme mit Grenzen setzen, Entscheidungen zu treffen, und sich von Ballast zu befreien. Es heißt wie im Innen, so im Außen.
Äußerlich haben sie meist Probleme auf der körperlichen Ebene, weil alles zusammenhängt und sich beeinflusst. Diese Problematik kann sich ausdrücken z.B. als Erschöpfung, Schlafstörungen, Spannungskopfschmerzen, Magenprobleme und Herzkreislaufbeschwerden.
Sich nicht von Dingen trennen zu können, kann von psychologischen Ursachen wie Schuldgefühle, Angst vor Verlust, Besitztumeffekt und emotionaler Bindung an Erinnerungen herführen.
Wenn wir uns von Dingen getrennt haben, die wir nicht mehr brauchen, ist es oft ein befreiendes Gefühl. Es hilft uns, wieder mehr bei uns selbst zu sein und den Fokus darauf zu richten, was wichtig für uns ist.
Aber wie kann ich mich von Dingen trennen?
Was mir persönlich sehr hilft, Ordnung zu halten und einen geordneten Überblick zu behalten, ist die Flylady Methode. Bei dieser wird der Haushalt in Zonen eingeteilt, wobei es nicht mehr wie fünf Zonen sind. Dabei kümmert man sich täglich um die Routinen und höchstes 15 Minuten täglich in der Zone. Das soll verhindern, dass man schnell überfordert ist. Ich finde es ist nicht viel Zeit und man schafft trotzdem etwas, was sonst liegen geblieben wäre.
Wichtig ist sich nicht zu überfordern mit dem aussortieren. Es empfiehlt sich mit kleineren Schubladen anzufangen. Das hilft enorm dabei zu erkennen, dass man es schafft und motiviert dazu, beim Ball zu bleiben. Hilfreiche Fragen können sein: Benutze ich dieses noch? Gefällt es mir (noch)? Welchen Wert hat es für mich und brauche ich es noch?
Warum Ordnung so wichtig ist:
Ordnung im Außen schafft oft auch Ordnung im Inneren. Ein aufgeräumtes Zuhause kann Stress reduzieren, da man nicht ständig nach Dingen suchen muss und sich vom Chaos nicht mehr so schnell ablenken lässt.
Ich selbst finde Ordnung zuhause sehr wichtig, da es mir enorm hilft, zur Ruhe zu kommen. Sonst habe ich ständig das Gefühl, es ist noch etwas zu erledigen. Wobei es schwer umzusetzen ist, da unsere Tochter sehr gerne noch spielt und daher sehr viele Spielsachen herumliegen.
Wenn weniger Gegenstände verteilt sind, bedeutet es, weniger um das man sich kümmern muss. Das Leben wird spürbar leichter. Daher ist das Aussortieren der wichtigste Teil, da es enorm hilft, Ordnung halten zu können.
Ordnung zu schaffen ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Aber der Aufwand lohnt sich, denn am Ende wartet ein Zuhause in dem du dich wirklich wohlfühlen und entspannen kannst.