Zu sich selbst finden – das ist ein sehr komplexes Thema, welches jeden Menschen betrifft. Dabei ist es egal, welche Konfession, Herkunft, Glaubensrichtung, Denkweisen oder welche Rollen er einnimmt. Es betrifft uns alle und wohl unser ganzes Leben hier auf der Erde. Eigentlich beginnt diese Reise vom ersten Tage an und wenn wir Glück haben, finden wir für uns selbst die Antwort, bevor unsere Inkarnation zu Ende ist.

Es ist ein ganz wichtiges Thema während unserer Pubertät, wenn wir zu jungen Erwachsenen heranwachsen und reifen. Denn hier stellt sich die Frage, wie unser weiterer Lebensweg aussehen soll, wenn wir von der Schule ins Berufsleben wechseln. Hier beginnen sich Hormone zu bilden, und der junge Mensch muss lernen, sich selbst wiederzuerkennen.

Ich finde es schwierig mit 15 oder 16 Jahren genau zu wissen, welchen beruflichen Weg man einschlagen möchte. Wie gesagt hat man mit den körperlichen Veränderungen schon viel zu bewältigen. In dieser Zeit reift der menschliche Körper heran, das Bewusstsein ist meistens noch nicht so weit ausgebildet. Es kann schwierig sein, sich komplett für einen Lebensweg entscheiden zu müssen. Dabei hat jeder Mensch jederzeit die Möglichkeit, sich neu zu entscheiden und einen anderen Weg einzuschlagen. Und wir müssen jeden Tag dankbar sein, dass wir diese Chancen haben und auch nutzen können.

Wenn wir uns dann für eine berufliche Laufbahn entschieden haben, geht es mit der Sinnsuche weiter. Mit Anfang 20 steht meistens dann die Familienplanung im Raum. Hier stellt sich die Frage, ob man ein Familienmensch ist oder ob man damit noch warten möchte um an der Karriere zu arbeiten. Hier muss man sich wieder mit sich selbst auseinandersetzen, um eine Entscheidung fällen zu können.

Wenn man eine Partnerschaft eingeht, kann es unter Umständen schwierig sein, für sich den richtigen Weg zu finden und zu gehen. Weil plötzlich muss man lernen, Kompromisse in der Beziehung einzugehen, denn beide Partner haben Bedürfnisse und Wünsche und es ist wichtig, beide Seiten gleichermaßen zu berücksichtigen.

 

Aber was kann helfen,den Weg für sich zu finden?

Das wohl wichtigste ist meiner Meinung nach den Kontakt zu sich selbst. Nur wenn du dich am besten kennst, wirst du dir gewahr, was du möchtest. Im Leben sollte man sich selbst der wichtigste Mensch sein, denn wir verbringen die meiste Zeit, bzw. die ganze Zeit mit uns. Daher ist es essentiell zu wissen, was einem gefällt, was wir nicht mögen, welche Bedürfnisse man hat, wie man sich gerade fühlt, oder was man über sich selbst denkt. Das ist eine große Herausforderung, sich so kennenzulernen, wie man ist und es annehmen können. Was bringt es uns, wenn wir nicht ehrlich zu uns selbst sind und Dinge verschleiern, die aber ein wichtiger Teil von uns ist. Das ist wie wenn bei der Schwarzwälderkirschtorte das Kirschwasser fehlt. Dann ist die Sache nicht rund und wir sind nicht authentisch. Und so können wir auch nicht wissen, wo es jetzt entlang geht.

Es gibt Menschen, die behaupten erleuchtet zu sein und alles zu wissen. Diese selbsternannten Gurus sind meist alles andere als das. Oft wird davon abgelenkt, weil sie es nicht schaffen, sich selbst zu erkunden und anzunehmen, dass man nicht perfekt ist. Es ist viel einfacher andere zu belehren, anstatt ehrlich zu sich selbst sein.

 

 

 

Meditation und innere Ruhe sind hier die wichtigsten Schlüssel zur Bewusstwerdung. Nur in einem ruhigen stillen See können wir erkennen, was sich auf dem Grund befindet. Und so ist es auch mit uns selbst. Wenn wir laut im Außen sind und uns ständig ablenken, bringt uns das nicht weiter. Wir können nicht in die Tiefe, wo unser Potenzial verborgen ist. Das ist unsere Aufgabe, herauszufinden, was das Beste für uns ist und zu sich selbst finden und nach Möglichkeit danach zu leben.

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